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Ellen Schwiers * 1930 Stettin † 2019 Berg am Starnberger See

Autogramme
Deutsche Film- und Bühnenschauspielerin

Ellen Schwiers-Jacob, geboren 11. Juni 1930 in Stettin;

verstorben 26. April 2019 in Berg am Starnberger See

Im Jahr 1956 heiratete sie den Filmproduzenten Peter Jacob (30. Dezember 1909 – 22. Februar 1992), den früheren Ehemann von Leni Riefenstahl.
Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, die ebenfalls Schauspieler wurden: Katerina Jacob (Der Bulle von Tölz) und Daniel Jacob (Ich heirate eine Familie).
Ihr Sohn starb 1985 im Alter von 21 Jahren an einem Tumor.

1982 gründete Ellen Schwiers zusammen mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter Katerina Jacob das Tourneetheater „Das Ensemble“ Jacob Schwiers GmbH, das sie auch nach dem Tod ihres Mannes 1992 weiterführte; heute ist die Tochter Geschäftsführerin der GmbH.
Ellen Schwiers’ Bruder Holger Schwiers ist als Schauspieler und Synchronsprecher tätig.
Ihre Enkelin Josephine Jacob ist ebenfalls Schauspielerin.

Ellen Schwiers lebte in Berg am Starnberger See.
Zuletzt litt sie an starken Schmerzen und war bettlägerig, so dass sie sogar Sterbehilfe in Betracht zog.

Bereits im Jahr 2015 litt sie am Heyde-Syndrom.
Ellen Schwiers wurde wunschgemäß eingeäschert.


Ellen Schwiers stammte aus einer Schauspielerfamilie, ihr Vater war der Bühnenschauspieler Lutz Schwiers.
Aufgrund seines häufigen Engagementwechsels führte sie als Kind ein unstetes Leben.
Nach dem Zweiten Weltkrieg verschlug es die Familie nach Hessen, wo Ellen Schwiers mit abgeschlossener mittlerer Reife im Jahr 1945 zuerst das Bäcker- und später das Gärtnerhandwerk erlernte.

Nachdem sie Schauspielunterricht bei ihrem Vater erhalten hatte, begann sie nach bestandener Schauspielprüfung ihr erstes Engagement am Theater Koblenz. Zwischendurch arbeitete sie auch als Souffleuse.
1949 stand sie in dem Film Heimliches Rendezvous unter der Regie von Kurt Hoffmann erstmals vor der Kamera.

Ellen Schwiers spielte bis 1978 in diversen Filmen mit.
Darin stellte sie meist problematische, verführerische Frauen dar, die Unruhe in das geordnete Leben ihrer Mitmenschen bringen wie in Das Erbe von Björndal (1960), Der letzte Zeuge (1960), Frau Irene Besser (1960) und Der Satan mit den roten Haaren (1964).

Auch auf der Bühne wurde sie bevorzugt in derartigen Rollen eingesetzt, ob als Buhlschaft in Jedermann (1961/1962, Salzburg), Lady Macbeth in Shakespeares Macbeth (1972, Tournee) oder Lysistrata in Hochhuths Lysistrata und die Nato (1974, Essen).
Bei den Burgfestspielen Jagsthausen spielte sie die Adelheid im Götz von Berlichingen und weitere Rollen. 1984 wurde sie dort Intendantin.

Filmografie ab 2001

2001: Tatort – Ein mörderisches Märchen
2003: Forsthaus Falkenau – Neubeginn
2003: Verschwende deine Jugend (Regie: Benjamin Quabeck) Rolle: Frau im Circus
2003: Tatort – Veras Waffen
2003: Mord am Meer
2003: Barbara Wood – Lockruf der Vergangenheit
2004: Mein Vater – mein Sohn
2005: Eine Liebe in Königsberg
2006: Doktor Martin
2007: Kreuzfahrt ins Glück – Arizona
2007: Unser Charly
2008: Das Rosencollier
2008: Doktor Martin
2008: In aller Freundschaft
2010: Im Fluss des Lebens (Fernsehfilm)
2011: In den besten Jahren (Fernsehfilm)
2013: 3096 Tage (Regie: Sherry Hormann) Rolle: Nataschas Großmutter
2014: München 7
2017: Die Spezialisten – Im Namen der Opfer

Auszeichnungen

1995: Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
1989: Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
2013: Deutscher Schauspielerpreis („Starker Auftritt“ In den besten Jahren)


Original-Autogramm; handsigniert


ABMESSUNGEN (in cm): ca. 14,8 x 10,5

ERHALTUNG/CONDITION: Sehr gut (I). neuwertig/ungebraucht

STAND/BEARBEITUNG: 25.04.2021
Preis: 7.00 €
 
Anzahl:   1






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