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Hertha Feiler Rühmann * Wien Österreich-Ungarn † München (1953)

Autogramme
Österreichische Schauspielerin

Hertha Feiler, geboren 3. August 1916 in Wien, Österreich-Ungarn;

verstorben 1. November 1970 in München

in: "Wenn der weiße Flieder wieder blüht"

Hertha Feiler wurde auf dem Waldfriedhof Grünwald bei München beerdigt.


Die Tochter des Oberbaurats Josef Anton Feiler und seiner Ehefrau Margarethe, geborene Schwarz besuchte das Realgymnasium bis zur Matura.

Ihr Ziel, Pianistin zu werden, gab sie wegen einer Sehnenscheidenentzündung auf und nahm stattdessen Schauspielunterricht.

Hertha Feiler debütierte 1936 an der damaligen Wiener Scala (nicht identisch mit der Wiener Scala, die erst 1948 eröffnet wurde) und gab bereits ein Jahr später ihr Filmdebüt in Liebling der Matrosen.
Seither repräsentierte sie den Typ der patenten jungen Frau.

Bei den Dreharbeiten zu Lauter Lügen (1938) verliebte sie sich in Heinz Rühmann, den Regisseur des Films.
Die beiden heirateten am 1. Juli 1939.
Ihr gemeinsamer Sohn Peter Rühmann wurde am 7. Juni 1942 geboren.

Gemäß den Nürnberger Rassegesetzen galt Hertha Feiler als „Vierteljüdin“.
Das Ehepaar Rühmann genoss jedoch ein gutes Ansehen, sodass es sich vor rassistischen Übergriffen schützen konnte.
Beide Schauspieler arbeiteten mit einer Sondergenehmigung.
Einerseits konnte diese Sondergenehmigung jederzeit zurückgenommen werden, andererseits unterhielten sie gesellschaftliche Kontakte zu dem für das Filmwesen zuständigen Minister Joseph Goebbels – dieses auch im Sinne eines Balanceakts.

Die Landhaus-Villa Heinz Rühmanns in Berlin, Am Kleinen Wannsee 15, hatte Rühmann 1938 sehr günstig von der Witwe des jüdischen „Kaufhauskönigs“ Adolf Jandorf (KaDeWe) erworben, die vor den Nazis nach Den Haag geflüchtet war.
Bei diesem Vorgehen hatte er von der Judenverfolgung profitiert.
Die Villa wurde im Zuge der Kämpfe um die Reichshauptstadt im März 1945 beschossen und brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Das Ehepaar Rühmann-Feiler flüchtete, nachdem ihr Grundstück zur Hauptkampflinie (HKL) erklärt wurde.
Neun Umzüge in Notunterkünfte innerhalb Berlins folgten bis Kriegsende am 8. Mai 1945.

Nach Kriegsende beteiligte Feiler sich an Rühmanns Produktionsfirma Comedia.
Nach deren Konkurs stagnierte auch ihre eigene Karriere.
Sie trat in dieser Zeit vermehrt am Theater auf, bis sie ab Mitte der 1950er Jahre wieder Filmrollen erhielt.
Nach ihrem letzten Film Die Ente klingelt um halb acht (1968), dem 33. ihrer Laufbahn, konnte sie weitere Filmangebote wegen einer Krebserkrankung nicht mehr annehmen.

Filmografie

1937: Liebling der Matrosen
1938: Adresse unbekannt
1938: Lauter Lügen
1939: Männer müssen so sein
1939: Flucht ins Dunkel
1939: Frau im Strom
1940: Lauter Liebe
1940: Kleider machen Leute
1941: Hauptsache glücklich
1942: Ewiger Rembrandt
1943: Der kleine Grenzverkehr
1944: Quax in Fahrt / Quax in Afrika
1944: Der Engel mit dem Saitenspiel
1945: Sag’ die Wahrheit (unvollendet)
1948: Die kupferne Hochzeit
1949: Heimliches Rendezvous
1949: Ich mach dich glücklich
1953: Pünktchen und Anton
1953: Wenn der weiße Flieder wieder blüht
1954: Dein Mund verspricht mir Liebe
1954: Die schöne Müllerin
1955: Laß die Sonne wieder scheinen
1955: Wenn die Alpenrosen blüh’n
1956: Charleys Tante
1956: Opernball
1956: Johannisnacht
1956: Solange noch die Rosen blühn
1957: Die Heilige und ihr Narr
1957: Wien, du Stadt meiner Träume
1958: Der Maulkorb
1958: Die singenden Engel von Tirol (Sag’ ja, Mutti)
1960: Mein Schulfreund
1961: Staatsaffairen (TV)
1963: Er soll dein Herr sein (TV) (Komödie von George O'Brien)
1968: Die Ente klingelt um ½ 8


Original-Autogramm; handsigniert; sehr selten!


ALTER/ZEIT/STEMPEL: 1953

VERLAG/PUBLISHER/EDITEUR: Foto: Berolina/Herzog-Film/Wesel

VERLAGSKENNZEICHEN/INFO: 611

ABMESSUNGEN (in cm): ca. 14 x 9

ERHALTUNG/CONDITION: Sehr gut bis gut (I bis II). Leichte Alters-/Gebrauchsspuren

STAND/BEARBEITUNG: 14.02.2022
Preis: 29.90 €
 
Anzahl:   1






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