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Johanna König - Hock * Dresden † Berlin - Klementine Ariel

Autogramme
Deutsche Schauspielerin und Tänzerin

Johanna König-Hock, geboren 27. März 1921 in Dresden;
verstorben 3. März 2009 in Berlin

Sie verkörperte jahrzehntelang die Werbefigur Klementine für den Konzern Procter & Gamble.

Im Alter von 75 Jahren zog sie sich langsam vom Bildschirm zurück.
Sie war mit dem Filmproduktionsleiter Felix Hock verheiratet.
Am 3. März 2009 starb sie im Alter von 87 Jahren.
Johanna König erhielt eine Seebestattung in der Ostsee.

Johanna König war die Tochter des Leibkochs des letzten sächsischen Königs Friedrich August III.

Erste Bühnenerfahrung sammelte sie bereits im Kinderballett der Staatsoper Dresden.
Nach einer Ausbildung an der Schauspielschule Borchardt in Berlin war sie auf der Bühne als Solotänzerin und Schauspielerin tätig.

Werbe-Ikone (Fernsehen)

Große Popularität erlangte Johanna König in ihrer Rolle als Werbefigur Klementine, in der sie von 1968 bis 1984 Werbung für das Waschmittel Ariel machte.
Dabei waren ihre Markenzeichen: weiße Latzhose und weiße Schirmmütze, jeweils mit der Aufschrift „Klementine“, rot-weiß kariertes Hemd.
„Nicht nur sauber, sondern rein“ und „Ariel in den Hauptwaschgang“ wurden zu geflügelten Worten.

Nach einer Pause von zehn Jahren stand sie 1993 noch einmal als Klementine vor der Kamera und war weitere drei Jahre bis 1996 in Fernsehspots zu sehen.
Im Anschluss erhielt sie vom Ariel-Hersteller Procter & Gamble einen PR-Vertrag auf Lebenszeit.

Tanz, Theater, Film

1937 begann sie als Tänzerin am Reußischen Theater Gera, 1938 wechselte sie an das Theater Bielefeld.
Sie trat in Operetten, Musicals und Revuen auf.
Mit 18 Jahren legte sie erfolgreich ihre Solistenprüfung ab.
Während des Krieges arbeitete sie am Theater des Volkes (am Dresdner Albertplatz), wo sie neben Solisten wie Vera Mahlke und Dore Hoyer Mitglied in der Kammertanzgruppe war.
Daneben wirkte sie beim Kabarett der Komiker von Willi Schaeffers mit.
1944/45 gehörte sie zum Ensemble des „Deutschen Reichsballetts“ und musste am Ende des Zweiten Weltkrieges im Rahmen des Totalen Krieges in einer Munitionsfabrik in Hildburghausen arbeiten.

Gleich nach Kriegsende war Johanna König von Juni 1945 bis 1946 am Landestheater in Meiningen engagiert, wo sie in Schauspiel- und Operetteninszenierungen und bei zahlreichen Ballettaufführungen unter der Leitung von Mia Sema auftrat.
Anschließend kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie wieder im Kabarett der Komiker tätig war.
Danach sah man sie in der Operette Die Csárdásfürstin und in dem Musical Käpt’n Bay-Bay.
Als Nebendarstellerin wirkte sie in den 1950er und 1960er Jahren in einigen Heimatfilmen und Filmkomödien mit, wo sie komisch-kumpelhafte Frauen verkörperte. Als „Europas Tanz-Parodistin Nr. 1“ tourte sie durch Westeuropa.

Auf dem Höhepunkt ihrer Popularität spielte sie die Titelrolle im mehrfach preisgekrönten Film von Walter Bockmayer Jane bleibt Jane (1977).
Hier verkörperte sie eine Frau, die dem Tagtraum nachhängt, Tarzans Witwe zu sein. In den ARD-Vorabendserien Drei Damen vom Grill und Praxis Bülowbogen (1987–1996) war sie ebenfalls vertreten.

Filmografie

1952: Nachts auf den Straßen
1957: Wetterleuchten um Maria
1958: Mikosch, der Stolz der Kompanie
1958: Münchhausen in Afrika
1958: Mein Schatz ist aus Tirol
1958: Piefke, der Schrecken der Kompanie
1958: Worüber man nicht spricht – Frauenarzt Dr. Brand greift ein
1959: Kein Mann zum Heiraten
1959: Mandolinen und Mondschein
1959: Mikosch im Geheimdienst
1960: Conny und Peter machen Musik
1961: Robert und Bertram
1962: Wenn die Musik spielt am Wörthersee
1962: Genosse Münchhausen
1964: Polizeirevier Davidswache
1965: Das Feuerzeichen
1966: Sperrbezirk (Film)
1966: Komm mit zur blauen Adria
1967: Treibgut der Großstadt
1967: Pension Clausewitz
1968: Zum Teufel mit der Penne
1969: Meine Schwiegersöhne und ich (Fernsehserie)
1970: Bambule (Nebenrolle)
1971: Fräulein von Stradonitz in memoriam
1971: Hurra, wir sind mal wieder Junggesellen!
1973: Zinksärge für die Goldjungen
1975: Lichtspiele am Preussenkorso (Mehrteiler)
1977: Jane bleibt Jane
1980: Looping
1984: Im Himmel ist die Hölle los
1989: Schulz & Schulz (Serie)
1987–1996: Praxis Bülowbogen (Serie)
1991: Großstadtrevier – Lauter ehrenwerte Leute
1993: Rosenemil
1999: Gisbert – Reklame (2. Folge der Fernsehserie)

Auszeichnungen

1976: Kritikerpreis der Filmfestspiele in Locarno

Literatur

Wolfgang Hars: Lurchi, Klementine & Co. Unsere Reklamehelden und ihre Geschichten. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-596-15074-4.
Gerhard Hörner, Johanna König, Christina Zacker: Klementine. Das große Waschbuch. So wird Ihre Wäsche nicht nur sauber, sondern rein!. Ullstein, München 2002, ISBN 3-548-36340-7.


Original-Autogramm; handsigniert


ALTER/ZEIT/STEMPEL: unbekannt, um 1987–1996

VERLAG/PUBLISHER/EDITEUR: Franz Josef Rüdel, Filmpostkartenverlag, Hamburg

VERLAGSKENNZEICHEN/INFO: Foto: Alfred Raschke jun., Berlin

ABMESSUNGEN (in cm): ca. 14,7 x 10,5

ERHALTUNG/CONDITION: Sehr gut (I). neuwertig

STAND/BEARBEITUNG: 01.04.2022

Preis: 4.90 €
 
Anzahl:   1






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