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Henny Porten * 7.01.1890 Magdeburg † 15.10.1960 West-Berlin - Oskar Messter - Stummfilm - Kohlhiesels Töchter - Geierwally - Das Fräulein von Scuderi
Schauspielerin und ein Star des deutschen Stummfilms
Henny Frieda Ulricke Porten, geboren 7. Januar 1890 in Magdeburg;
verstorben 15. Oktober 1960 in West-Berlin
Oskar Mester Produktionen - Kleine Auswahl
1906: Meißner Porzellan (erste Rolle) Rolle: Kavalier
1906: Apachentanz
1911: Das Liebesglück der Blinden
1911: Tragödie eines Streiks
1912: Jung und alt
1912: Der Schatten des Meeres
1912: Um Haaresbreite
1912: Die Toten schweigen
1913: Des Pfarrers Töchterlein
1913: Erloschenes Licht
1913: Eva
1913: Ihr guter Ruf
1913: Der Feind im Land
1913: Komtesse Ursel
1913: Der wankende Glaube
1914: Ihre Hoheit
1915: Auf der Alm, da gibt’s ka Sünd
1915: Märtyrerin der Liebe
1916: Das wandernde Licht
1916: Die Räuberbraut
1917: Christa Hartungen
1918: Das Maskenfest des Lebens
1919: Die beiden Gatten der Frau Ruth
1919: Die Schuld
1920: Monica Vogelsang
Am 11. Oktober 1912 heiratete sie den
Schauspieler und Regisseur Curt A. Stark
, der mehrere Filme mit ihr als Hauptdarstellerin inszenierte
Stark fiel 1916 im Ersten Weltkrieg.
Porten gründete 1919 eine eigene Film-Produktionsgesellschaft, die 1924 mit der Firma von Carl Froelich fusionierte.
Dem Tonfilm begegnete sie zunächst nur mit erheblicher Skepsis, gab jedoch 1930 mit dem Film
Skandal um Eva
ihr erfolgreiches Debüt.
Am 24. Juli 1921 heiratete sie in zweiter Ehe den jüdischen Arzt
Wilhelm Ritter von Kaufmann-Asser
(1888–1959), damals Leiter des Sanatoriums „Wiggers Kurheim“ in Garmisch-Partenkirchen.
Er übernahm von diesem Jahr an die Produktionsleitung ihrer Filme.
1922 bezog das Ehepaar eine Villa in der Dahlemer Parkstraße 74 (heute Bernadottestraße).
1935 zog es dann an den Sachsenplatz 10 (heute Brixplatz) im Berliner Ortsteil Westend.
Da Henny Porten an ihrer Ehe mit Wilhelm von Kaufmann-Asser festhielt, versuchten die Nationalsozialisten nach ihrer Machtübernahme, die weitere Mitwirkung von Porten in Spielfilmen zu unterbinden.
Dennoch kamen, unter anderem wegen der Fürsprache von Albert Göring, noch insgesamt neun Filme zustande.
Bei weiteren Produktionen, in deren Vorbereitung Henny Porten einbezogen war, wurden ihr die Rollen unmittelbar vor Drehbeginn entzogen.
Sie stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.
Am 15. Oktober 1960 starb Henny Porten nach schwerer Krankheit im Alter von 70 Jahren in einem Berliner Krankenhaus.
Sie wurde eingeäschert und ihre Urne in der Gruft der Familie ihres Mannes im Untergeschoss der Friedhofskapelle des Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhofs in Charlottenburg (heutiger Ortsteil Berlin-Westend) beigesetzt.
Eine einfache Inschriftentafel mit Ornamentrahmung an der Südmauer der Friedhofskapelle markiert die Grabstelle.
Über ihren Vater und dessen Freundschaft zum
Filmproduzenten Oskar Messter
hatte sie ab 1906 unter der Regie ihres Vaters erste Auftritte vor der Kamera.
Ihr Debütfilm hieß
Meißner Porzellan
.
Ende 1910 wurde nach dem Drehbuch ihrer Schwester Rosa Porten
Das Liebesglück der Blinden
gedreht, der erste deutsche Film mit einer in sich geschlossenen Handlung.
In den gesamten 1910er Jahren war sie aktiv beim Film tätig und avancierte neben Asta Nielsen zum ersten deutschsprachigen Filmstar.
Im Jahr 1919 folgte der Film Irrungen mit einer sozialkritischen Handlung.
Im gleichen Jahr spielte sie in einer Verfilmung von Gerhart Hauptmanns Drama
Rose Bernd
.
Großen Erfolg hatte sie unter der Regie von Ernst Lubitsch und als Partnerin von Emil Jannings 1920 in
Anna Boleyn
und im selben Jahr in
Kohlhiesels Töchter
.
Im Jahr 1921 setzte sie die Arbeit mit namhaften Regisseuren fort, unter Ewald André Dupont spielte sie in der ersten Verfilmung die
Geierwally
, unter Leopold Jessner in dem Kammerspielfilm
Hintertreppe
, 1923 unter Robert Wiene in dem Monumentalfilm
I.N.R.I.
1954: Carola Lamberti – Eine vom Zirkus
1955: Das Fräulein von Scuderi
Nach 1945 zeigte die westdeutsche Filmindustrie kein Interesse mehr an der alternden Schauspielerin.
1954 nahm Henny Porten trotz des inzwischen herrschenden Kalten Krieges ein Angebot der DEFA an.
Mit zwei letzten, in Babelsberg gedrehten Filmen verabschiedete sich Henny Porten in den Rollen der Zirkusdirektorin
Carola Lamberti
und des gütig-weisen
Fräuleins von Scuderi
.
Fernsehen (Auswahl)
1957: Kinder, wie die Zeit vergeht
1957: Als die Leinwand sprechen lernte
1957: Was war hier los?
* Original-Autogramm-karte - handsigniert - hand signed * selten * rarely *
* Sie erhalten das hier abgebildete Autogramm *
ALTER/ZEIT/STEMPEL: unbekannt; zwischen 1910-1920!!
VERLAG/PUBLISHER/EDITEUR: Verlag "Ross", Berlin S.W. 68
VERLAGSKENNZEICHEN/INFO: Becker & Maass phot. (Die Firma wurde laut Handelsregister 1911 in Carl Schütte umbenannt)/ Messter-Film Berlin 303/1
ABMESSUNGEN (in cm): ca. 13,6 x 8,5
ERHALTUNG/CONDITION: Sehr gut bis gut (I bis II). Geringste Altersspuren
STAND/BEARBEITUNG: 02.02.2026
INKLUSIV
: * PORTO + VERSAND (versichert)
* neue KLARSICHTHÜLLE /
* Knick-/Stempelschutz
Preis: 69.00 €
Anzahl:
1